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Filip Meirhaeghe siegt vor Lado Fumic/ Stefan Sahm fuhr als 15. „Rennen seines Lebens“
31.05.2003 09:53
Lado Fumic vom Team T-Mobile feierte beim zweiten Lauf zum Mountainbike-Weltcup in Fort William, Schottland, den größten Erfolg seiner Karriere. Mit nur acht Sekunden hinter dem Belgier Filip Meirhaeghe (Siegerzeit: 1:53:15 Stunden) fuhr er als Zweiter über die Ziellinie. Julien Absalon aus Frankreich beendete das faszinierende Rennen auf Rang Drei.

Magenta-Biker Stefan Sahm (Mössingen) fuhr als 15. das bisherige „Rennen seines Lebens“. Die anderen Magentabiker Manuel Fumic (Kirchheim/T., 20.), Marc Gölz (Weilheim/T., 21.), Bart Brentjens (Niederlande, 22.) und Carsten Bresser (Neustadt/W., 25.) komplettierten die starke Teamleistung. In der Weltcup-Gesamtwertung führt weiter Christoph Sauser aus der Schweiz, der Vierter wurde, jetzt vor Lado Fumic. Im Rennen der Damen gab es einen Merida-Doppelsieg. Gunn-Rita Dahle aus Norwegen gewann in 1:47:25 Stunden mit nur acht Sekunden Vorsprung auf Sabine Spitz und 20 Sekunden vor Barbara Blatter aus der Schweiz.

Die Geschichte der 42,5 Kilometer von Fort William trug die Handschrift von Lado Fumic. Der Kirchheimer konnte in jeder Phase des Rennens auf Attacken reagieren und setzte selbst immer wieder Nadelstiche. Eine achtköpfige Spitzengruppe fuhr gemeinsam in die fünfte und letzte Runde. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch eine ganze Handvoll Siegkandidaten. Das Betreuerteam von T-Mobile zitterte im Ziel am Funkgerät mit. Als die Nachricht kam, dass sich Meirhaeghe und Fumic aus dem Staub gemacht hatten, stieg das Fieberthermometer an.

"Als Meirhaeghe attackierte, konnte ich als Einziger dranbleiben", erklärte Fumic. Der Belgier bestätigte: "Fumic war an meinem Hinterrad. Den entscheidenden Vorsprung habe ich in einer technischen Sektion herausgeholt. Dann war es nur noch ein langer Sprint bis zum Ziel".

Lado Fumic kreidete sich hinterher einen kleinen taktischen Fehler an. "Ich habe es versäumt, als Erster in diese Passage reinzufahren", fand er nach seinem großartigen Rennen ein dünnes Haar in der Suppe. "Das Resultat ist okay", sagte er abgeklärt. Darin war auch ein kleiner Anflug von Enttäuschung zu spüren, weil selbst Weltcup-Sieger Meirhaeghe ("ich hätte nicht gedacht, dass ich gewinnen kann") sich bewusst war, dass Fumic an diesem Tag vielleicht der Stärkste im Feld war.

Bart Brentjens stürzte in der dritten Runde schwer. Mit schmerzverzerrtem Gesicht kämpfte er weiter. "Ich habe immer Stiche in der Seite gespürt, ich vermute da ist eine Rippe gebrochen", sagte Brentjens. Nach kurzem Überlegen fuhr er weiter und half später Marc Gölz und Manuel Fumic, die von hinten kamen, auf den langen Gerade. "Bart hat Führungsarbeit für uns gemacht", würdigte Manuel Fumic die Teamarbeit.

Der Youngster startete miserabel in das Rennen. Ohnehin mit einer schmerzstillenden Spritze in die Schulter angetreten, stürzte er ausgerechnet auf die bewusste Stelle und fiel weit zurück. "Ich habe mir 20 Sekunden lang überlegt, ob ich weiterfahren soll. Ich war total aus dem Rhythmus und habe keine Kraft in meinen Beine gespürt".

Er sei noch ein weiteres mal hingeflogen und habe sich gedacht: „Jetzt ist alles egal. Und plötzlich hatte ich wieder Dampf in den Beinen". Von Platz 45 aus startete der Kirchheimer eine furiose Aufholjagd, profitierte am Schluss von Teamkamerad Brentjens und rettete als 20. die Führung im U23-Klassement.

Gleich hinter ihm kam Marc Gölz ins Ziel. Auch ihm muss man das "Rennen seines Lebens" attestieren. "Das ist so cool", meinte er strahlend, "ich hatte auf den Abfahrten zwar etwas Probleme, weil ich zu vorsichtig war. Aber ich bin immer wieder ran gefahren. Zum Schluss konnte ich noch Manuel helfen, das U23-Trikot zu verteidigen".

Bart Brentjens komplettierte die starke Teamvorstellung mit seinem 22. Platz. Carsten Bresser rehabilitierte sich für seinen Ausstieg in St. Wendel mit Rang 25. "Ich bin erleichtert", betonte Bresser. "Ich bin nach der Niederlage wieder aufgestanden".

Pechvogel des Tages war Jochen Käß. Dem Oberstenfelder verbog sich ein Zahn im Zahnkranz, so dass er das Rennen in der zweiten Runde aufgeben musste. "Mir sprang beim Schalten immer die Kette runter, da hatte ich keine Chance mehr", erklärte er enttäuscht.

In der Weltcup-Gesamtwertung liegt Lado Fumic jetzt auf Rang Zwei hinter Christoph Sauser (Schweiz), der im Sprint um Rang Vier den Spanier Jose Hermida schlagen konnte. Sauser hat 400 Zähler auf seinem Konto, Fumic 350. Dritter ist Julien Absalon mit 340 Punkten.

Ergebnisse Herren 42,5 Kilometer:



1. Filip Meirhaeghe (Belgien/Specialized) 1:53:15 Stunden

2. Lado Fumic (Kirchheim/T./Team T-Mobile) 1:53:23

3. Julien Absalon (Frankreich/Bianchi-Motorex) 1:53:34

4. Christoph Sauser (Schweiz/Siemens-Cannondale) 1:53:44

5. Jose Antonio Hermida (Spanien/Bianchi-Motorex) 1:53:45

6. Marek Galinski (Polen/Orbea) 1:53:52

7. Jean Christophe Peraud (Frankreich/Lapierre) 1: 54:18

8. Christophe Dupoey (Frankreich/Giant) 1:55:56

9. Kashi Leuchs (Neuseeland/Maxxis-Trek) 1:55:57

10. Roel Paulissen (Belgien/Siemens-Cannondale) 1:56:04



15. Stefan Sahm (Mössingen/Team T-Mobile) 1:56:59

...

20. Manuel Fumic ( Kircheim/T./Team T-Mobile) 1:58:28

21. Marc Gölz (Weilheim/T./Team T-Mobile) 1:58:28

22. Bart Brentjens (Niederlande/Team T-Mobile) 1:58:30

...

25. Carsten Bresser (Neustadt/W./Team T-Mobile) 1:58:30

...

49. Torsten Marx (Hechingen/Team Alb-Gold) 2:04:17

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