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Tripple Hattrik knapp verpaßt
19.05.2003 09:20

Gunn-Rita Dahle und Sabine Spitz feiern Doppelerfolg, Irina Kalentieva auf Rang 4, klare Führung in der Weltcup Teamwertung


Beim 2. Lauf zum Mountainbike Weltcup im Schottischen Fort William waren es wie zuletzt in St. Wendel das Team Merida international mit Gunn-Rita Dahle (NOR), Sabine Spitz (Murg-Niederhof) und Irina Kalentieva (RUS) die das Geschehen beim Damenrennen bestimmten. Lediglich der Schweizerin Barbara Blatter gelang es in die Phalanx der giftgrünen einzubrechen. Nach dem Europacup in Bad Wildbad, dem ersten Weltcup in der Vorwoche konnte Merida beim dritten großen Rennen in Folge somit erstmals keinen Dreifach Triumph feiern.
Am härtesten bedrängt wurde Siegerin Gunn-Rita Dahle aber wiederum nur von der eigenen Teamkollegin. Sabine Spitz die nach technischen Problemen mit der Kette in der letzten Runde eine beeindruckende Aufholjagt zeigte und die Schweizerin Barbara Blatter noch vom zweiten Rang verdrängte, kam Teamkollegin Gunn-Rita Dahle am Ende ziemlich nahe. Lediglich 8 Sek. Vorsprung hatte die Weltmeisterin bis ins Ziel auf die Weltranglistenerste retten können.

Überglücklich über ihren zweiten Weltcuperfolg in Folge lies sich Gunn-Rita Dahle (NOR) im Ziel von den zahlreichen Zuschauern empfangen. Sie konnte es kaum fassen und hatte das erreicht wovon sie allenfalls geträumt hatte. Zwei Weltcupsiege zum Auftakt. Es war hart auf den letzten Meter „Ich war völlig ausgebrannt am Ende und mußte mich ins Ziel quälen“ berichtet sie erschöpft den Pressevertretern. In der Tat wurde es noch eng für die Weltmeisterin. Denn kaum über die Zielleine gerollt bog bereits Teamkollegin Sabine Spitz auf die Zielgerade ein. Der eingangs der letzten Runde noch komfortable Vorsprung auf die Verfolgerinnen Blatter und Spitz war dramatisch zusammengeschmolzen. Trotzdem schmetterte Sabine Spitz erst einmal erbost die Trinkflasche zu Boden und mochte sich zuerst gar nicht über den gewonnen zweiten Platz freuen. Was war geschehen ? Auf den insgesamt vier Runden hatte sie dreimal Probleme mit der Schaltung was ihr selbst in der letzten Runde nochmals viel Zeit gekostet hatte. Deshalb der erste Ärger verständlich, denn sie spürte, daß für sie persönlich heute mehr drin lag.
Nach der ersten Runde führte Gunn-Rita Dahle das Rennen an vor Sabine Spitz und Irina Kalentieva. Wieder ein großer Tag für Merida ? Das war abzuwarten, denn ganz so leicht wollte es die Konkurrenz den „Giftgrünen“ nicht machen. Barbara Blatter und die Deutsche Ivonne Kraft hielten den Anschluß an das Merida Führungstrio. Während sich Gunn-Rita Dahle langsam davonschlich und sich auch Sabine Spitz etwas Luft nach hinten verschaffte, kam die kleine Russin auf den schnellen Passagen in Bedrängnis und wurde der Schweizerin überholt. Nach ersten Schaltungsproblemen von Sabine Spitz nutzte Barbara Blatter die Gunst der Stunde und zog auch an der Deutschen Meisterin vorbei, die aber den Anschluß noch halten konnte. Es sollte das bestimmende Duell bis zum Schluß bleiben. Während Sabine Spitz wiederholt Probleme mit der Technik hatte, die in der letzten Runde gar 18 Sek. Zeitverlust bedeuteten, zog Barbara Blatter jeweils vorbei. Mit viel Kampfgeist und guter Fahrtechnick gelang aber „Miss Merida“ aber immer wieder zur Eidgenossin aufzuschließen. Der Maximalvorsprung Gunn-Rita Dahles von ca. 1 Min. war derweil auf 30 Sek. zusammengeschmolzen. Ein spannendes Finale kündigte sich an. Am höchsten Punkt folgte Barbara Blatter 15 Sek. auf Leaderinn Dahle, nochmals 10 Sek. dahinter kam Sabine Spitz, die aber in der zweiten Abfahrt zur Schweizerin aufschloß. Mit einer Attacke im langen Flachstück vor dem Ziel gelang es schließlich Sabine Spitz die Konkurrentin entscheidend zu distanzieren und so für den Doppelsieg des Merida Teams zu sorgen. Nach dem ersten Ärger über die Technik äußerte sich Sabine Spitz doch positiv zum Rennen: „ Die Beine waren gut heute, das Material nicht ganz, ...es ist ein weiterer großer Erfolg für unser Team“. Irina Kalentieva folgte als vierte und rundete damit die phantastische Teamleistung ab. Für ein weiteres gutes Ergebnis aus Merida Sicht sorgte Anna Enocsson. Die Schwedische Meisterin belegte nach einer kämpferischen Leistung den 19. Platz. Nach wie vor nicht ganz rund läuft es bei den beiden Herren. Philip Tavell mußte nach zweimaligem Reifendefekt in der ersten Runde das Rennen aufgeben. Pech hatte auch der U23 Vizeweltmeister Ralph Näf (SUI), der aber am Ende trotzdem den sehr guten 30. Platz belegte. Bereits am Start in einen Massensturz verwickelt, mußte er in den technisch sehr schwierigen Abfahrten nochmals zu Boden, was in viel Zeit gekostete hatte. Gleichwohl ist eine bei ihm eine sehr positive Tendenz zu erkennen, so daß er nach den tollen Erfolgen zum Saisonstart schon bald wieder ganz vorne zu finden sein dürfte.

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