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Bart Brentjens dominiert ersten Europacup in Kluisbergen
04.05.2003 20:14
Bonn, 4. Mai 2003

* Bart Brentjens gewinnt „Weltranglisten-Gipfeltreffen“ beim Europacup in Belgien

* Bundesliga in Heubach: Manuel Fumic als 2. erstmals vor Bruder Lado auf Platz drei – Kurschat siegt

Großer Erfolg für Bart Brentjens vom Team T-Mobile: Der Niederländer gewann das erste Europacup-Rennen im belgischen Kluisbergen mit über einer Minute Vorsprung vor seinen Landsleuten Bas Peters und Erwin Bakker. Das Rennen war als „Gipfeltreffen“ der drei derzeitigen Weltranglisten-Ersten Brentjens (1.), Filip Meirhaeghe (2.) und Roel Paulissen (3., beide Belgien) hochkarätig besetzt.

Die ersten drei von insgesamt acht der je 5,8 Kilometer langen Runden dominierte ein Fahrerquartett, zu dem neben Brentjens noch Bas Peters, der Belgier Roel Paulissen und das spanische Nachwuchstalent Inaki Lejaretta gehörten. Nicht vorne dabei: Brentjens mutmaßlich stärkster Konkurrent Filip Meirhaeghe. Der Lokalmatador hatte das Rennen in den Ardennen zuletzt drei mal in Folge gewonnen – diesmal plagten ihn ähnliche Probleme wie Brentjens eine Woche zuvor beim Swiss Bike Cup in Buchs: „Ich sah, dass Filip gleich nach dem Start beim ersten Anstieg ins Mittelfeld zurückfiel“, berichtet Brentjens. „Da wusste ich, dass er schwere Beine hat.“ Am Ende belegte Meirhaeghe den sechsten Platz. Noch schlechter lief es für den Mit-Favoriten Roel Paulissen: Ihn zwang ein Gabel-Defekt nach fünf Runden zur Aufgabe.

Da hatte sich Brentjens längst gemeinsam mit seinem Nationalmannschaftskollegen Bas Peters an die Spitze gesetzt. „Da war ich schon zuversichtlich, dass es mit dem Sieg klappen könnte“, berichtete Brentjens. „Denn Bas und ich trainieren regelmäßig zusammen; ich kenne seine Stärken und Schwächen genau.“ So blies der Magentafahrer zwei Runden vor Schluss auf einer steilen Berg-Passage zur Attacke, der Peters nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

„Heute lief’s in jeder Hinsicht prima“, resümierte Bart Brentjens. „Die Beine waren wieder locker, vor allem aber bin ich auch im Kopf locker geblieben. Wenn Du zu nervös bist, verkrampfst Du – dann kann es Dir passieren, dass Du schon nach einer Stunde einbrichst.“ Den belgischen Veranstaltern in Kluisbergen, die im Jahr 2005 die Europameisterschaften ausrichten werden, machte der Niederländer ein Kompliment: „Das ist ein anspruchsvoller, technisch ausgefeilter Parcours, der mich an St. Wendel erinnert. Und das Publikum war großartig.“

Das zweite Bundesliga-Rennen in Heubach gewann der deutsche Ex-Meister Wolfram Kurschat. Nach 37 Kilometern beendete der Neustädter das Rennen in 2:01:08 Stunden mit 1:53 Minuten Vorsprung auf Manuel Fumic vom Team T-Mobile. Dahinter wurde Lado Fumic mit 2:12 Minuten Rückstand auf Platz Drei. Die Norwegerin Gunn-Rita Dahle beherrschte das Rennen der Damen. Nach 21,5 Kilometern siegte sie vor Sabine Spitz und der Schwedin Anna Enocsson.

Mehr als 5000 Zuschauer erlebten in Heubach ein faszinierendes Rennen mit Weltklasseniveau. Vom Start weg zeigte sich das sechsköpfige Team T-Mobile komplett in den vorderen Reihen. Auf dem steilen, über einen Kilometer langen Anstieg, setzten sich schließlich Jochen Käß (Oberstenfeld) und Wolfram Kurschat von einem Sextett mit den Fumic-Brüdern (beide Kirchheim/T.), Carsten Bresser (Neustadt) Stefan Sahm (Mössingen) Marc Hanisch (Freiburg), sowie dem Östereicher Roman Rametsteiner ab. Marc Gölz (Weilheim/T.) schied mit einem Platten aus.

„Wir haben sie ziehen lassen und wollten auf Schlagdistanz bleiben“, erläuterte Lado Fumic die taktische Marschroute. Im Spitzenduo war Kurschat am Berg der Stärkere und Käß zog auf den technisch schwierigen Abfahrten wieder gleich. Als sich Kurschat bergauf wieder 15 Sekunden Vorsprung verschafft hatte, musste Käß vom Rad, weil sein Kettenumwerfer defekt war. „Das ist mir zweimal passiert und brachte mir eine Minute Rückstand ein“. Von hinten kamen Lado und Manuel Fumic gemeinsam mit Sahm und Bresser.

„Der Rückstand war zu groß geworden, aber Wolfram ist heute auch sehr stark gefahren“, erklärte Lado Fumic, warum es nicht mehr gelang den Spitzenreiter abzufangen. Der Deutsche Meister von 1999 zeigte sich im Ziel erstaunt, „dass es so leicht gegangen“ sei.

Manuel Fumic war mit seiner Vorstellung hochzufrieden. Er platzierte sich nicht nur als bester U23-Fahrer, sondern kam auch zum ersten Mal in seiner Rennfahrer-Karriere vor seinem Bruder im Ziel. Der hatte ihn in der vorletzten Runde am Berg quasi losgeschickt. „Ich war noch ein bisschen müde von der Niedersachsenrundfahrt“, meinte er. Bundestrainer Frank Brückner bestätigte: "Das konnte heute noch nicht gehen“.

Stefan Sahm hatte Pech: Er fuhr ein starkes Rennen fuhr und lag an vierter Stelle, bis ihn in der neunten von elf Runden die Kette riss. „Es ging mir ganz gut“, bestätigte er den äußeren Eindruck und war entsprechend enttäuscht.

Jochen Käß fand nach seinen Materialproblemen „nicht mehr den richtigen Rhythmus“. Er beendete das zweite Bundesliga-Rennen als Achter mit 6:54 Minuten Rückstand. „Die Form ist ansteigend“, zog er dennoch ein positives Fazit.

Direkt dahinter kam Carsten Bresser als vierter Fahrer des Team T-Mobile ins Ziel. Er hatte sich bei einem Trainingssturz am Finger verletzt. Das behinderte ihn mehr als zunächst angenommen: „Ich konnte nicht so am Lenker ziehen wie ich wollte“, sagte der Pfälzer. So fiel er in der Phase des Rennens zurück, in der man mehr aus dem Sattel gehen sollte. Als Neunter hatte er ebenfalls 6:54 Minuten Differenz zu Kurschat.


Ergebnisse Herren, Bundesliga Heubach (37 Kilometer):

1. Wolfram Kurschat (Neustadt/S-Tec) 2:01:08 Stunden
2. Manuel Fumic (Kirchheim/T./Team T-Mobile) 2:03:01
3. Lado Fumic (Kirchheim/T./Team T-Mobile) 2:03:20
4. Roman Rametsteiner (Österreich/KTM) 2:05:19
5. Jörg Scheiderbauer (Österreich/Ghost International) 2:05:19
6. Robert Kircher (Österreich/Merida International) 2:05:19
7. Thomas Nicke (Görlitz/Ralph Denk Racing) 2: 06:17
8. Jochen Käß (Oberstenfeld/Team T-Mobile) 2:08:02
9. Carsten Bresser (Neustadt/Team T-Mobile) 2:08:02
10. Ralph Näf (Schweiz/Merida International) 2:08:02


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