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Kanadischer Überraschungssieg beim Weltcup-Finale der Herren in Les Gets
09.09.2002 10:27
* Les Gets: Ryder Hesjedal gewinnt vor Sauser und Meirhaeghe

* Jochen Käß als 24. bester Deutscher – Manuel Fumic 26. – Lado Fumic steigt verletzt aus

* Bresser und Andersen zollen WM-Belastung Tribut – Sabine Spitz wird Dritte im Damen-Rennen

Das Weltcup-Finale in Les Gets endete mit dem überraschenden Erfolg des Kanadiers Ryder Hesjedal. Er gewann nach 32,5 Kilometern in 1:55:01 Stunden 29 Sekunden vor Christoph Sauser aus der Schweiz und dem Belgier Filip Meirhaeghe, der sich auch den Gesamtweltcup sicherte. Als bester Deutscher belegte Jochen Käß (Oberstenfeld) mit 8:49 Minuten Rückstand den 24. Rang, Manuel Fumic wurde fünf Sekunden dahinter 26. Sein Bruder Lado (beide Kirchheim/Teck) hatte mit Schmerzen im Knie aufgeben müssen. Im Damen-Rennen wurde Sabine Spitz Dritte hinter Marga Fullana und Anna Szafraniec. Damit beendete sie die Weltcup-Saison als Zweite hinter der Amerikanerin Alison Dunlap.

Die Bilder von der Startphase zeigten einen angriffslustigen Lado Fumic (Kirchheim/T.). Als Erster verließ er den Start-Zielbereich, direkt vor dem späteren Sieger Ryder Hesjedal. "Als wir in die erste Laufpassage kamen, haben mich gleich fünf oder sechs Konkurrenten überholt. Beim Laufen hatte ich einfach große Schmerzen, weil sich das Knie immer verdreht". Der WM-Vierte hatte aus Kaprun ein Andenken in Form eines Blutergusses im Kniegelenk mitgenommen.

Fumic versuchte auf dem Rad die Lücken jeweils wieder zu schließen, doch nach zwei Runden beendete er den Kraftakt. "Es war letztlich sinnlos. Als Jochen und Manuel an mir vorbei waren, habe ich aufgegeben". Seine beiden Teamkameraden mussten die Kohlen aus deutscher Sicht aus dem Feuer holen.

Carsten Bresser fühlte sich müde und stieg nach drei von fünf Runden aus. "Ich glaube ich habe mich von der WM einfach noch nicht erholt. Die Krankheit vor der WM holt sich jetzt ihren Tribut", versuchte er zu erklären. Peter Riis Andersen (Kirchheim/Teck) fühlte sich ebenfalls matt und stieg aus. Jochen Käß hatte eine schlechte Startphase, kam dann aber immer besser ins Rollen. Er preschte bis auf Platz 19 nach vorne und war nah dran an einer Gruppe mit dem Weltranglistenersten Bart Brentjens (Niederlande) und dem WM-Dritten Thomas Frischknecht Schweiz). "Da haben mir nur noch 20 Meter gefehlt, aber ich habe es nicht geschafft. Das hat mich viel Kraft gekostet", berichtete Käß. So ging ihm in der letzten Rennphase etwas die Luft aus und er fiel zurück auf Rang 24., der aber immer noch sein bestes Weltcup-Resultat war.

Dort hätte ihn beinahe noch sein Teamkollege Manuel Fumic erreicht. "Meinen Plan vorne mitzufahren, musste ich gleich aufgeben. Meine Beine waren ganz und gar nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte", schüttelte der 20-Jährige den Kopf. Er wollte aber unbedingt das Rennen zu Ende fahren und hatte auf der letzten Runde noch einmal einen richtigen Punsch. Er machte drei Plätze gut und wurde im Sprint vom zeitgleichen Schweizer Daniel Soler geschlagen 26.

Marc Gölz (Weilheim/T.) machte auf den ersten Kilometern viele Positionen gut und rangierte kurze Zeit auf Platz 31. Der Biker aus dem Team T-Mobile musste dann Tribut zollen. "Mir fehlt einfach noch die Rennbelastung. Jetzt sind alle in der WM-Form, da kann ich nicht mithalten", hatte er für sich eine Erklärung parat, warum es dann schrittweise nach hinten ging. Im Ziel war er 55., mit 17:58 Minuten Rückstand. Vor ihm war mit Wolfram Kurschat (Schopp, 30.) nur noch ein weiterer Deutscher.

Mit der Entscheidung um den Tagessieg auf der 32,5 Kilometern hatten die deutschen Fahrer auf der schweren Strecke in Les Gets nichts zu tun. Ryder Hesjedal zeigte sich sofort an der Spitze. Auch als Filip Meirhaeghe, Christoph Sauser und dessen Teamkollege Kashi Leuchs aufschlossen, wurde Hesjedal nicht unruhig. "Ich wusste, dass ich am Berg stark war", betonte er nach seinem ersten Weltcup-Sieg.

Sauser hatte sich einen Hinterrad-Achter eingehandelt und konnte nicht mehr agieren, wie er wollte. Er kam aber trotzdem 20 Sekunden vor dem neuen Weltcup-Gesamtsieger Filip Meirhaeghe ins Ziel. "Ich habe in den Abfahrten nichts riskiert", erklärte der Belgier, der sich im Gesamtklassement vor Christoph Sauser und Bart Brentjens durchsetzte. Lado Fumic wurde hier durch sein Null-Ergebnis noch auf Rang Elf zurückgereicht. Jochen Käß wurde als drittbester U23-Fahrer 17.

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