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Bart Brentjens ist Europameister
21.08.2001 10:28
Brentjens holte im Herren-Rennen der Cross Country
Europameisterschaften in St. Wendel die Goldmedaille. Er siegte in 2:00:23 Stunden, Silber gewann der Spanier José Hermida (28 Sekunden zurück), der Fumic (50 Sekunden zurück) in einem packenden Finish in der letzten von sechs Runden einholte. Als schnellste Deutsche hinter Fumic überquerten Stefan Sahm und Carsten Bresser zeitgleich als 22. und 23. (6:58 Minuten zurück) die Ziellinie.

"Der Druck war riesengroß, ich bin super froh", strahlte Lado Fumic (Kirchheim/T.) im Ziel. Von großer Kulisse frenetisch umjubelt, holte der Olympia-Fünfte als erster deutscher Mann eine Medaille bei einer internationalen Meisterschaft.

"Es war nicht einfach, bei klarem Kopf zu fahren". Die Zuschauer im Stadion und auf den technisch schwierigen Passagen im Wald, feuerten das Mountainbike-Peloton unentwegt an.

Doch Fumic war schon in der ersten Runde wie erhofft in der Spitzengruppe vertreten und war im Renngeschehen jederzeit auf der Höhe. So bescherte er den 20 000 Zuschauern im Saarland ein atemberaubendes Mountainbike-Rennen. Miguel Martinez (Frankreich) und Bart Brentjens hatten sich bereits auf der ersten Runde abgesetzt. "Keiner wollte die Führung übernehmen und als Martinez schneller wurde,
bremste Ludovic Dubau. Nur Brentjens konnte mit". Lado Fumic vermutete eine taktische Variante des französischen Teams.

In der zweiten Runde leistete sich Miguel Martinez einen spektakulären Überschlag in die Zuschauermenge und erholte sich davon nicht mehr richtig. Brentjens hatte in der dritten von sechs Runden (á 7 Kilometer) einen Vorsprung von 35 Sekunden auf eine sechsköpfige Verfolgergruppe, in der sich auch der Lado Fumic befand.

"Lado hat sich in einer technischen Passage abgesetzt und ich konnte nicht vorbei, weil die Fahrer vor mir zu langsam waren". Jose Antonio Hermida (Spanien) schilderte den Angriff des 25-Jährigen, der ihm schnell 25 Sekunden Vorsprung auf Platz Drei bescherte. "Ich wollte gewinnen", erzählte Fumic, "aber Brentjens war zu stark und in der letzten Runde war ich in den Abfahrten nicht mehr so konzentriert". Da kam Hermida von hinten und ging am Deutschen vorbei. Doch der sicherte sich souverän den dritten Platz vor Mitfavorit Thomas Frischknecht (Schweiz).

Brentjens sprach im Ziel von "einem großen Ding", das er nach zwei eher erfolglosen Jahren gelandet habe. Der Olympia-Sieger von 1996 war überglücklich.

Lutz Stermann war am Streckenrand völlig aus dem Häuschen. Der Team-Manager vom Team T-Mobile fieberte mit seinem Fahrer und fand es "einfach unglaublich gut".

Carsten Bresser (Neustadt a.d.W.) konnte in der wichtigen Startphase das Tempo nicht wie gewünscht mitgehen. "Ich bin nie richtig ins Rennen gekommen. In der Mitte habe ich zwar nochmal versucht mich zu fangen und offensiver zu fahren aber es ging nicht viel. Ich bin schon ein bißchen enttäuscht", schilderte Bresser die Konkurrenz aus seiner persönlichen Sicht.

Stefan Sahm war mit Rang 22 dagegen zufrieden. "Ich bin ein konstantes Tempo gefahren, doch in der Gruppe, in der ich war, ging es nicht vorwärts", erzählte Sahm. Andererseits sei er auch nicht in der Lage gewesen alleine zur nächsten Gruppe zu springen. Gemeinsam mit Bresser bestritt er die letzte Sequenz des Rennens und rollte mit ihm über die Ziellinie.

Als vierter Starter des Bunds Deutscher Radfahrer fuhr Torsten Marx (Hechingen) an 39. Position ins Ziel. Marc Hanisch (Freiburg) war in der zweiten Runde ohne Form ausgestiegen.

Am Morgen hatte schon Sabine Spitz (Rheinfelden) im Damen-Rennen über 36 Kilometer für große Freude gesorgt. Die Südbadenerin
hatte sich hinter Laurence Leboucher (Frankreich) als Zweite ihre erste internationale Medaille und ihren bisher größten Erfolg gesichert. "Der zweite Platz ist eine super Platzierung", jubelte die Deutsche Meisterin über Silber, das eine schöne Stimmungsvorlage für das Herren-Rennen lieferte.

Ergebnisse Herren (43 Kilometer)
1. Bart Brentjens (Niederlande) 2:00:23 Stunden
2. Jose Antonio Hermida (Spanien) 0:28 Minuten zurück
3. Lado Fumic (Kirchheim/T., Team T-Mobile) 0:50
4. Thomas Frischknecht (Schweiz) 1:41
5. Michael Rasmussen (Dänemark) 1:56
6. Christophe Dupouey (Frankreich) 2:27
7. Ludovic Dubau (Frankreich) 2:28
8. Filip Meirhaege (Belgien) 3:33
9. Juan Garro (Spanien) 3:33
10. Thomas Hochstrasser (Schweiz) 3:50
...
22. Stefan Sahm (Mössingen, Team T-Mobile) 6:58
23. Carsten Bresser (Neustadt a.d.W., Team T-Mobile) 6:58
...
39. Torsten Marx (Hechingen) 12:37

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