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Polen gewinnt WM-Staffel/ Zwei Stürze: Platz Sechs/ Bronze für Grieb
03.09.2003 09:43
Die Staffel-Konkurrenz bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften in Lugano endete wie bei der Europameisterschaft mit einer Enttäuschung für das deutsche Quartett: In 1:16:38 Stunden belegte die Staffel nur Rang Sechs. Der Sieg von Polen in 1:13:37 Stunden war für die Experten keine Überraschung. Platz Zwei ging an die Schweiz (1:15:00), Bronze an Kanada (1:15:20). Bereits am Vormittag hatte die Deutsche Almut Grieb (Oberlengenhardt) mit ihrer Bronzemedaille beim Juniorinnenrennen hinter Lisa Mathison (Australien) und Eva Lechner (Italien) für eine Sensation gesorgt.

Aus deutscher Sicht war das Team Relay ein Spiegelbild der EM. Als Lado Fumic (Kirchheim/T.) erst als Vierter mit über einer Minute Rückstand auf den entfesselt fahrenden Polen Marcin Karczynski („eine schnelle Runde fahren, das kann ich“) aus der ersten Runde kam, war die Hoffnung auf Edelmetall fast schon verflogen. „Da war die taktische Marschroute schon geplatzt“, bekannte Bundestrainer Frank Brückner.

Lado Fumic hatte „zweimal die Linie verfehlt“ und somit in den technischen Passagen viel Zeit eingebüßt. Sein Bruder Manuel (Kirchheim/T.) jagte dem Führungstrio hinterher und hatte zu den Kanadiern und den Schweizern fast aufgeschlossen, als er kapital über seinen Lenker flog. „Ich hatte gute Beine aber ich habe mich so zerlegt“, schüttelte er mit schmerzverzerrtem Gesicht den Kopf, nachdem er an Position Fünf liegend an Junior Florian Ackermann (St. Märgen) das Armband übergab.

Der versuchte alles, wurde aber von dem australischen Junior in einen Crash verwickelt. „Er ist mir ins Hinterrad gefahren und dann lag er auf mir drauf“, erzählte Ackermann. Mit Schmerzen fuhr er weiter und übergab als Sechster an Schlussfahrerin Sabine Spitz (Murg-Niederhof). Für sie ging es auf der Schlussrunde nur noch um Schadensbegrenzung. „Ich habe die Runde unter Wettkampfbedingungen absolviert“, sagte Spitz. Mit Junioren und Männern als Gegner, hielt sie sich immerhin noch auf dem sechsten Rang.

Die Polen konnten ihr Glück kaum fassen, obwohl schon vor der Schlussrunde absehbar war, dass Junior Kryspin Pyrgies mit den vor ihm liegenden Damen Chrissie Redden (Kanada) und Barbara Blatter (Schweiz) keine Mühe haben würde. „50 Sekunden waren für Kryspin nichts“, meinte denn auch Polens Nationaltrainer Andrzei Platek.

Schon am Vormittag hatte das deutsche Lager Grund zum Jubeln: Almut Grieb vom TV Oberlengenhardt gewann nach 24,8 Kilometern völlig unerwartet hinter Lisa Mathison (Australien) und Eva Lechner (Italien) die Bronzemedaille.

„Absolut super“, jubelte die 18-Jährige, als sie nach 1:31:25 Stunden mit 4:13 Minuten auf Titelverteidigerin Mathison die Ziellinie überquert hatte.

Die kam als Dritte aus der ersten von vier Runden und machte sich auf die Verfolgung der Polin Marlena Pyrgies, die als Zweite 20 Sekunden vor ihr lag. Eine weitere Runde später hatte sie Pyrgies überholt, sah sich aber dem Angriff von Eva Lechner ausgesetzt. „Ich wusste, dass die Eva stark sein würde. Als sie dann vorbei ging, habe ich gehofft sie vielleicht noch einmal einholen zu können“, erzählte Almut Grieb. Obwohl sie der Italienerin noch einmal auf wenige Sekunden näher kam, reichte es nicht mehr.

„Ich wusste schon gestern, dass ich ganz vorne mitfahren kann. Wir haben auf dem Kurs gut trainiert“, sagt Grieb. Außerdem habe sie einen kleinen mentalen Trick angewandt, den sie aber nicht näher erläutern wollte.

Bianca Knöpfle aus Donaueschingen belegte in 1:34:12 Stunden den neunten Platz. Ihr kam der technisch schwierige Kurs nicht entgegen. „Ich bin am Anfang zweimal über Konkurrentinnen gestürzt. Dann habe mich bis auf Platz Sieben vor gearbeitet, doch in der letzten Runde hat die Konzentration gefehlt und ich noch ein paar Mal geflogen“, berichtete Knöpfle.

Lisa Mathison zog an der Spitze einsam und souverän ihre Kreise. Nach einer Runde hatte sie bereits eine Minute Vorsprung. „Ich hätte nicht erwartet, dass ich schon nach einer Runde einen solchen Abstand habe. Aber ich liebe diese technisch schwierigen Kurse“, sagte die Australierin, die schon in Kaprun 2002 den Juniorinnentitel geholt hatte.


Ergebnisse Team Relay (24, 8 Kilometer)

1. Polen (Karczynski/Formicki/Szafraniec/Pyrgies) 1:13:27

2. Schweiz (Näf/Weber/Schurter/Blatter) 1:15:00

3. Kanada (Green/Federau/Plaxton/Redden) 1:15:20

4. Spanien (Coloma/Membrado/Puiggros/Hermida) 1:16:07

5. Dänemark (P.R. Andersen/Fuglsang/Kieldsen/M. Andersen) 1:16:25

6. Deutschland (L. Fumic/M. Fumic/Ackermann/Spitz) 1:16:38

7. Schweden (Tavell/Lindgren/Ennocsson/Friberg) 1:16:49

8. Australien (Miller/Delacour/Maebus/Baylis) 1:17:37

9. Tschechien (Spesny/Talavasek/Hanusova/Kulhavy) 1:19:58

10. Mexico (Ziranda/Ordones/Lozrenza/Emanuel) 1:20:40

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