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Fumic und Käß greifen nach U23-Edelmetall
22.08.2003 09:47
Zwei Eisen hat das Team T-Mobile im Feuer der Grazer Medaillenschmiede: Lado Fumic (Kirchheim/T.) und Bart Brentjens (Niederlande) zählen zu den Mitfavoriten, wenn es am Sonntag (12 Uhr) in Graz um die Europameisterschaft geht. Dem Magentaduo kommt die schnelle Strecke entgegen. Carsten Bresser (Neustadt/W.) und Stefan Sahm (Bissingen/T.) kämpfen um Platzierungen unter den besten 15. Bei den Damen (Start: 10 Uhr) hofft Sabine Spitz (Murg-Niederhof) vorne mitzumischen. Ivonne Kraft (Gaggenau) und Nina Göhl (Argenbühl) visieren die Top Ten an. Mit großen Ambitionen gehen auch Jochen Käß (Oberstenfeld) und Manuel Fumic (Kirchheim/T.) bereits am Samstag an den Start: Im U23-Rennen zählen sie zu den Favoriten.

Dritter im Jahre 2001, Zweiter 2002 - Lado Fumic hofft, seine EM-Platzierungen der beiden vergangenen Jahre zu einer logischen Reihe vollenden zu können. Die Vorbereitung auf die Europameisterschaft lief fast optimal. Zwei Straßenrundfahrten (Sachsentour und Regio-Tour) bildeten die Grundpfeiler für den Aufbau seit den Kanada-Weltcups. "Ich bin fit und motiviert. Wenn ich einen guten Tag erwische, ist alles möglich", meint Fumic.

Ihm und seinem niederländischen Teamkollegen Bart Brentjens müsste der schnelle Kurs entgegen kommen. "Der wird da drüber bügeln", sagt etwa dessen TransAlp-Kamerad Carsten Bresser über den EM-Titelträger von 2001. Brentjens selbst spürt "gute Form" und kennt die Strecke vom letzten Jahr, als er trotz Defekt hinter Roel Paulissen (Belgier) Zweiter geworden war. "Ja, das liegt mir", weiß der Niederländer um seine Chance, ist mit seiner Prognose aber vorsichtig: "Ein Platz unter den besten Fünf müsste möglich sein".

Roel Paulissen, Christoph Sauser (Schweiz), Julien Absalon (Frankreich) oder Filip Meirhaeghe (Belgien) sind nur einige Namen, die mit den beiden Magentapiloten um die Medaillen buhlen werden. Titelverteidiger Jose Hermida (Spanien) gehört auch dazu. Er kommt aus dem Höhentraining in Livigno, hält den Ball aber flach. "Ich konzentriere mich auf die WM", sagt Hermida, der ausgerechnet am Sonntag seinen 25. Geburtstag feiert.

Steile, lange Berge sucht man auf dem EM-Kurs in Graz vergeblich. Es fehlt eine Sequenz, die Fahrertypen wie Carsten Bresser bevorzugen. "Die Strecke kommt mir nicht entgegen, aber ich bin in guter Verfassung", meint Bresser, der vor genau zehn Jahren schon einmal Sechster bei einer Europameisterschaft war. "Zeit für ein Revival", sagt er verschmitzt.

Stefan Sahm orientiert sich an seinem besten Saisonergebnis, dem 15. Rang beim Weltcup in Fort William. Das Rennen in Schottland hatte ihm gezeigt, dass er mit Top-Leuten wie dem Schweizer Ex-Weltmeister Thomas Frischknecht mitfahren kann. "Meine Form war noch nie so gut. Aber es werden Kleinigkeiten über die Plätze entscheiden", ist er mit einer Prognose vorsichtig. Für ihn ist der EM-Tag auf jeden Fall ein besonderer Tag: Er kann Jose Hermida die Hand reichen, denn er feiert am Sonntag seinen 27. Geburtstag.

Seine Feuertaufe hat Marc Gölz (Weilheim/T.) zu bestehen. Zum ersten Mal als Kader-Athlet bei einer EM dabei, geht es für ihn darum, möglichst weit nach vorne zu kommen. "Die Beine sind gut und ich bin optimistisch. Ich werde versuchen richtig Gas zu geben", sagt Gölz vor seiner Premiere. An Graz hat er gute Erinnerung: Im vergangenen Jahr gelang ihm dort mit dem sechsten Platz beim Europacup-Rennen ein Top-Resultat.

Der fünfte deutsche Elite-Fahrer Matthias Mende (Trento-I) hat ähnlich wie Gölz das Handicap eines hinteren Startplatzes. Seine Form war zuletzt ansteigend, so dass sich Bundestrainer Brückner vom 23-Jährigen einen Platz unter den besten 20 erhofft.

Das letzte Rennen beim Swiss Bike Cup in La Chaux de Fonds hat Sabine Spitz etwas verunsichert. Am Berg konnte sie nicht den gewohnten Druck entwickeln. Die 20-jährige Nina Göhl wusste in La Chaux de Fonds als Dritte zu überzeugen. Allerdings fehlen auch ihre die steilen Anstiege, an denen sie mit der Weltklasse mithalten kann.

Für Ivonne Kraft ist ein Platz unter den besten Acht auf jeden Fall drin. Dass ihre Form stimmt, konnte die Weltranglistenvierte in Wetter unter Beweis stellen, als sie hinter Irina Kalentieva (Russland) Zweite wurde.

Für Deutschland mit am Start sind auch Regina Marunde (Berlin) und Birgit Jüngst (Willingen). Die konnte sich am vergangenen Sonntag bereits als Titelträgerin feiern lassen: Sie gewann nach einer prächtigen Vorstellung die Marathon-Europameisterschaft - vor Weltmeisterin Gunn-Rita Dahle. Die Norwegerin ist Titelverteidigerin beim Cross-Country-Rennen und gehört mit der Schweizerin Barbara Blatter in die Reihe der Titelanwärterinnen.

Der Staffel-Wettbewerb bildet heute (17 Uhr) den Auftakt der Cross-Country-Konkurrenzen. Das deutsche Team, dessen Aufstellung Bundestrainer Frank Brückner bis eine Stunde vor dem Start geheimhalten will, hat sich eine Medaille zum Ziel gesetzt - wie etwa sieben weitere Nationen auch.

Die beiden Medaillenhoffnungen im U23-Rennen der Europameisterschaft am Samstag (14 Uhr) tragen Magenta: Manuel Fumic und Jochen Käß vom Team T-Mobile gehören zu den Favoriten, die sich um die Nachfolge des Franzosen Julien Absalon streiten wird. Tim Böhme (Singen), Hannes Genze (Sindelfingen) und Johannes Sickmüller (Hamburg) ergänzen das Kontingent der deutschen Nationalmannschaft.

Auf Manuel Fumic müsste das Profil des EM-Kurses zugeschnitten sein: Der 21-Jährige liebt ein wellenförmiges Gelände, in dem er mit dem Tempo spielen kann. Im Weltcup gehört er zu den besten U23-Piloten, schon deshalb gerät Fumic in die Rolle eines Mitfavoriten. Sollte er von Bundestrainer Frank Brückner in der Staffel eingesetzt werden, dann würde eine gute Leistung auf der einen Runde Rückenwind bedeuten. "Wenn er dort gut fährt, dann ist am Samstag vieles möglich", glaubt Teamcoach Thomas Schediwie (Tamm).

Das lässt sich trotz leichter Erkältung auch von Jochen Käß sagen. "Es ist mein letztes U23-Jahr und ich will meine Chance nutzen", sagt er mit kämpferischem Unterton. "Ich hatte mit der Regio-Tour eine gute Vorbereitung und weiß aus den letzten Jahren, dass mir Straßenrundfahrten zu einer guten Form verhelfen", sagt Käß optimistisch. Sein Zimmerkamerad und langjähriger Weggefährte Hannes Genze zeigte zuletzt deutlichen Aufwärtstrend. Ihm ist ebenso wie Johannes Sickmüller und Tim Böhme in Graz ein Platz in den Top 20 zuzutrauen.

Zu den Favoriten zählen auch die Spanier Inaki Lejaretta und Carlos Coloma, der Österreicher Michael Weiß, der Tscheche Tomas Vrkoholik, sowie Florian Vogel aus der Schweiz. Für Teamcoach Schediwie ist aber der Brite Liam Killeen der Topfavorit - er dominiert im Weltcup die U23-Wertung.

Am Samstagmorgen um 10 Uhr gehen die Juniorinnen auf den kleeblattförmigen Kurs. Bianca Knöpfle (Donaueschingen) könnte in Medaillennähe kommen, Almut Grieb (Oberlengenhardt) wird unter den besten Acht erwartet.

Zwei Stunden später küren die Junioren ihren Europameister. Von Florian Ackermann (St. Märgen) und Rene Tann (Suhl) erwartet der Bundestrainer eine Platzierung unter den besten Fünf. "Einer sollte da hin kommen, der zweite unter die besten Zehn, dann wäre ich zufrieden", sagt Brückner. Außerdem mit dabei: Robert Mennen (Hürtgenwald) und Tino Meyer (Freiburg).

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