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Frischknecht schlägt Brentjens im Sprint/ Bresser holt Bronze/ Gölz sammelt Weltranglistenpunkte
01.09.2003 09:19
Die erste offizielle Weltmeisterschaft im Mountainbike-Marathon wurde in Lugano, Schweiz, nach 78 Kilometern im Sprint entschieden: Thomas Frischknecht (Schweiz) besiegte nach 3:48:01 Stunden in einem packenden Finish den Niederländer Bart Brentjens vom Team T-Mobile. Genau vier Minuten später holte sich dessen Teamkollege Carsten Bresser (Neustadt/W.) im Sprint gegen Bas Peters (Niederlande) die Bronzemedaille. Marathon-Europameister Thomas Dietsch (Frankeich) hatte in Führung liegend einen Defekt und fiel auf Rang Neun zurück. Marc Gölz (Weilheim/T.) beendete das Rennen auf Platz 14.

Nur wenige Minuten nach dem Zieleinlauf war Brentjens nicht zum Jubeln zumute. "Ich bin unglücklich über Platz Zwei. Wenn du im Sprint den Weltmeistertitel verlierst, dann bist du enttäuscht", gab er Einblick in seinen Gemütszustand. Am höchsten Punkt bei Kilometer 48 hatte Thomas Dietsch mit rund zwei Minuten Vorsprung auf Bart Brentjens geführt, der wiederum 30 Sekunden vor Thomas Frischknecht (Swisspower) lag.

Dietsch, der für Motorex-Bianchi fährt, hat sich seit vergangenem Jahr auf Marathons spezialisiert und 2003 zahlreiche Siege eingefahren. Drei Kilometer vor dem Ziel platzten seine Träume vom WM-Titel an einem rostigen Nagel, der sich in seinen Reifen bohrte. Allerdings war der Abstand zu den Verfolgern da schon merklich kleiner geworden.

Zwischenzeitlich hatte Frischknecht auf der langen Abfahrt auf einem eigens für die WM angefertigten Full-Suspension Bike den Rückstand auf Brentjens gut gemacht und sich etwa 20 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer heraus gefahren. "Ich habe ihn etwa zwei Kilometer vor dem Ziel eingeholt und dann einen Kilometer vor Schluss attackiert, doch Frischi ist zurück gekommen", fasste Brentjens die Schlussphase zusammen.

Der neue Weltmeister meinte mit einem strahlenden Gesicht: "Die einzige Möglichkeit nächste Woche bei der Cross-Country-WM wieder fit zu sein, war die, hier eine Medaille zu holen".

Als sich Carsten Bresser vier Minuten später auf den Sprint gegen Peters vorbereitete, war ihm nicht bewusst, dass es um eine Medaille ging. "Ich habe gar nicht bemerkt, dass Dietsch einen Defekt hatte, ich dachte es geht um Platz vier. Umso schöner, dass ich den Spurt gewonnen habe", war Bresser glücklich über die Bronze-Medaille.

Er hatte sich mit Frischknecht, Brentjens, Dietsch, Miguel Martinez (Frankreich) und später mit dem Slowenen Jure Golcer in der Spitzengruppe aufgehalten. Als das Tempo verschärft wurde, bildete sich ein Spitzentrio und Bresser blieb mit Olympiasieger Martinez dahinter. Der konnte dann den Pfälzer nicht mehr halten und fiel zurück.

"Ich war lange Zeit auf Platz Vier und habe mit einer Medaille nicht mehr gerechnet. Peters hat irgendwann zu mir aufgeschlossen und es kam zum Sprint", erzählte Bresser, der damit nicht nur die erste WM-Medaille seiner Karriere eroberte, sondern mit 150 Weltranglistenzählern auch die Hoffnung auf den dritten Olympiastartplatz nährte.

Marc Gölz fuhr ein sehr kontrolliertes Rennen und beendete die Marathon-WM mit 12:48 Minuten Rückstand auf dem 14. Platz. "Das ist eine tolle Platzierung für mich, die Rechnung ist aufgegangen", war er im Ziel hochzufrieden. Die Rechnung, das war ein vorsichtiger Beginn und immer wieder ein Blick auf die Pulsuhr. Er hielt sich in einer größeren Gruppe auf, in der sich auch Andreas Dilger (Freiburg/Team Alb-Gold) und Marc Hanisch (Freiburg/SRM Powerteam) befanden. Denen fuhr er an einem Anstieg davon und schloss zur nächsten Gruppe um Karl Platt (Ludwigshafen/Rocky Mountain) auf. Platt erlitt einen Defekt und musste Gölz ziehen lassen.

"Ich musste nicht meine ganze Energie einsetzen und fühle mich jetzt nicht kaputt", erklärte Gölz, der damit 99 Punkte für die Weltrangliste gut geschrieben bekam. Genau das war sein Ziel gewesen.

Bei den Damen, die gemeinsam mit den Herren gestartet waren, setzte sich das polnische Duo Maja Wlosczowska (4:32:06 Stunden) und Magdalena Sadlecka (4:36:57) durch. Dritte wurde Sandra Klose (Rosenheim) in 4:42:27 Stunden. Sie hatte schon vor zwei Wochen bei der Marathon-Europameisterschaft in Graz die Bronze-Medaille geholt. Europameisterin Birgit Jüngst (Willingen) machte eine gute deutsche Auftaktbilanz mit vierten Platz perfekt.


Marathon-Weltmeisterschaft, 78 Kilometer:


1. Thomas Frischknecht (Schweiz) 3:48:01

2. Bart Brentjens (Niederlande / Team T-Mobile) 3:48:03

3. Carsten Bresser (Neustadt/W. / Team T-Mobile) 3:52:01

4. Bas Peters (Niederlande) 3:52:02

5. Mauro Bettin (Italien) 3:52:33

6. Marzio Deho (Italien) 3:52:33

7. Massimo de Bertolis (Italien) 3:52:34

8. Frédérique Frech (Frankreich) 3:53:22

9. Thomas Dietsch (Frankreich) 3:55:47

10. Sandro Spaeth (Schweiz) 3:55:59

...

14. Marc Gölz (Weilheim/T. / Team T-Mobile) 3:56:49

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