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Lado vor Manuel Fumic/Brentjens verteidigt Europacup-Führung/Swiss Bike Cup Perrefitte: Sauser siegt
27.07.2003 21:26
Mit einer atemberaubenden Vorstellung dominierten die Fumic-Brüder den zweiten Lauf zum Europacup in Bad Wildbad. Nach 45 Kilometern fuhr Lado Fumic in 1:55:48 Stunden vor seinem Bruder Manuel (beide Kirchheim/Teck) als Sieger über die Ziellinie. Das Duo hatte das gesamte Rennen diktiert. Der Holländer Bart Brentjens wurde Dritter und verteidigte damit die Führung im Gesamtklassement, Carsten Bresser (Neuried) fuhr hinter ihm auf Platz Vier. Marc Gölz (Weilheim) landete auf Platz 21. Das Damen-Rennen gewann Rita Dahle aus Norwegen nach 30 Kilometern mit 1:38 Minuten Vorsprung vor ihrer deutschen Teamkollegin Sabine Spitz. Dritte wurde Irina Kalentieva aus Russland.

Beim Swiss Bike Cup in Perrefitte gewann Christoph Sauser (Siemens-Cannondale) nach 39 Kilometern vor dem Franzosen Julien Absalon (Bianchi-Motorex) und Thomas Frischknecht (Swisspowerteam). Stefan Sahm (Mössingen) vom Team T-Mobile fuhr auf Platz Elf, Teamkollege Jochen Käß (Oberstenfeld) wurde 17. - und damit zweitbester U23-Fahrer. Das Damen-Rennen über 26 Kilometer endete mit dem Sieg von Barbara Blatter (Specialized) vor der Brasilianerin Jaqueline Mourao und Irina Kalentieva aus Russland.

In Bad Wildbad zeigte sich der Schweizer Ralph Näf in der ersten Fünf-Kilometer-Runde ganz vorne. Die Fumic-Brüder erarbeiteten sich gemeinsam mit dem Merida-Fahrer früh einen kleinen Vorsprung. Doch schon in der zweiten Schleife machte sich das Duo auf und davon. Vor einem begeisterungsfähigen Publikum zeigten sich die beiden von ihrer besten Seite. Auch auf den Abfahrten gab es Szenenapplaus für das Tandem von T-Mobile, das seinen Vorsprung ständig ausbaute.

„Als wir Näf distanziert hatten, haben wir uns die Führungsarbeit geteilt“, erzählte Lado Fumic im Ziel. Erst auf der letzten Runde setzte sich der ältere gegen den jüngeren Bruder durch. „Für mich ist der zweite Platz sensationell“, schwärmte Manuel Fumic. „Ich hatte heute so gute Beine, das gibt’s gar nicht. Ich habe den Effekt der Thüringen-Rundfahrt voll gespürt“. Lado Fumic war froh darüber, dass vor dem Weltcup in St. Wendel der Knoten endlich geplatzt ist.

Hinter den Beiden entbrannte auf dem schönen, aber sehr selektiven Kurs mit Start und Ziel in der Stadtmitte, eine abwechslungsreiche Auseinandersetzung um Platz Drei. Lange hielt Näf den dritten Podiumsplatz, doch auf den letzten beiden Runden setzte sich das Stehvermögen von Bart Brentjens durch. „Ich hatte in den ersten Runden Schwierigkeiten auf der Abfahrt“, erklärte Brentjens, warum er das Tempo am Anfang nicht mitgehen konnte. „In der zweiten Rennhälfte ging es viel besser“.

Der Holländer nutzte das und setzte sich aus einer fünfköpfigen Gruppe ab, gerade als Carsten Bresser spektakulär stürzte. Bresser: „Da ist die Lücke entstanden, die ich nicht mehr schließen konnte und wollte“. Ein gutes Finish bescherte ihm Platz Vier - und die Sicherheit, gut in Form zu sein. „Nach dem Pech in den letzten Rennen bin ich jetzt sehr froh, ein gutes Gefühl für den Weltcup in St. Wendel zu haben“.

Der einzige Fahrer vom Team T-Mobile, dem es an diesem Tag nicht richtig gut ging, war Marc Gölz. Der Weilheimer berichtete zwar von „guten Beinen, doch der Rest war nicht okay. Ich konnte mich heute nicht quälen, am Donnerstag im Training war es viel besser“, rätselte er über sein Rennen, das auf dem 21. Platz endete.

Als die Fahrer beim Swiss Bike Cup in Perrefitte zum ersten Mal die höchste Stelle des Kurses überquerten, lief es für Stefan Sahm noch bestens. Gemeinsam mit allen Favoriten auf die Podiumsplätze lag er in der Spitzengruppe und hatte sich eine gute Ausgangsposition geschaffen, um den angepeilten Platz unter den besten Zehn zu erreichen. „In der Abfahrt habe ich dann ein Loch kassiert“, ärgerte sich Sahm über den Abstand, der nach der ersten Zielpassage notiert war.

Am Anstieg war der Mössinger in der Lage, immer wieder Boden gut zu machen, doch mit der Down-Hill-Passage kam er nicht optimal zurecht. „Das war eine Abfahrt zum ´Gehirn ausschalten und runterbrettern’. Das habe ich nicht geschafft“, meinte er. Die Form sei in Ordnung und der elfte Rang bei dieser Weltklassebesetzung nicht ganz schlecht. Sahm hatte 4:36 Minuten Rückstand auf Sauser, der sich gemeinsam mit Absalon lange Zeit die Führung teilte, ehe er in der letzten von sechs Runden die entscheidende Attacke ritt. Der Bronzemedaillengewinner von Sydney gewann in 1:38:11 Stunden 37 Sekunden vor Absalon und 58 Sekunden vor Frischknecht, der den Sprint um Platz Drei hauchdünn vor Cedric Ravanel (Frankreich) und Jose Antonio Hermida (Spanien) gewann.

Jochen Käß verpasste in der ersten Runde den Zug nach vorne. Nachdem er sich gut positioniert hatte, versteuerten sich in einer 180-Grad-Kurve einige Fahrer und der Oberstenfelder kam kurz zum Stillstand. Dadurch kam er erst an Position 25 in den ersten Berg. „Ich wollte später nach vorne fahren, aber ich war alleine und habe es nicht geschafft“, erzählte er enttäuscht. Außerdem machte ihm sein Magen Probleme. „Ich habe nichts vertragen, wahrscheinlich hat das noch mit der Sache aus der Thüringen-Rundfahrt zu tun“, meinte Käß. Nach der Hälfte des Rennens sei ihm der Sprit ausgegangen, so Käß, der aber als 17. mit 7 Minuten und 13 Sekunden Rückstand trotzdem zweitbester U23-Fahrer im Feld war.



Europacup Bad Wildbad, Ergebnisse Herren (45 Kilometer):

1. Lado Fumic (Kirchheim/T./Team T-Mobile) 1:55:47 Stunden

2. Manuel Fumic (Kirchheim/T./Team T-Mobile) 1:56:06

3. Bart Brentjens (Niederlande/Team T-Mobile) 1:56:51

4. Carsten Bresser (Neustadt/W./Team T-Mobile) 1:56:59

5. Liam Killeen (Großbritannien/Subaru-Gary Fisher) 1:57:48

6. Christoph Soukup (Österreich/Hitec-Team) 1:58:11

7. Ralph Näf (Schweiz/Merida International) 1:59:07

8. Bas Peters (Niederlande/Binnenvaart) 1:59:29

9. Martino Fruet (Italien/Carraro) 1:59:41

10. Sid Taberley (Australien/Mapei) 2:00:19

....

21. Marc Gölz (Weilheim/T./Team T-Mobile) 2:04:00



Swiss Bike Cup Perrefitte, Ergebnisse Herren (39 Kilometer):

1. Christoph Sauser (Schweiz/Siemens-Cannondale) 1:38:11 Stunden

2. Julien Absalon (Frankreich/Bianchi-Motorex) 1:38:48

3. Thomas Frischknecht (Schweiz/Swisspowerteam) 1:39:09,2

4. Cedric Ravanel (Frankreich/Orbea) 1:39:09,5

5. Jose Antonio Hermida (Spanien/Bianchi-Motorex) 1:39:09,9

6. Frederic Frech (Frankreich/Scott-Allianz) 1:40:31

7. Kashi Leuchs (Neuseeland/Maxxis-Trek) 1:41:07

8. Jean Christophe Peraud (Frankreich/Lapierre) 1:41:19

9. Thomas Dietsch (Frankreich/Bianchi-Motorex) 1:41:30

10. Jerome Chiotti (Frankreich/Lapierre) 1:42:02

11. Stefan Sahm (Mössingen/Team T-Mobile) 1:42:47

...

17. Jochen Käß (Oberstenfeld/Team T-Mobile) 1:45:24

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